Agentur für strategische Presse- und Öffentlichkeitsarbeit.
UVPR. Einfach ein wenig mehr.


zurück zur Übersicht

19.03.26

Wie aus einem Thema ein Pressethema wird

Viele Unternehmen beginnen Pressearbeit mit einem Text. Mit einer Pressemitteilung. In der Beratung erlebe ich jedoch häufig, dass die entscheidende Frage viel früher gestellt werden müsste:

Was ist daran eigentlich ein Thema?
Denn nicht jede Unternehmensnachricht ist automatisch ein Pressethema. Und nicht jede Pressemitteilung entsteht aus einer relevanten Geschichte. Gute Pressearbeit beginnt deshalb selten mit Schreiben. Sie beginnt mit Einordnung. Unternehmenssicht und Öffentlichkeit sind nicht dasselbe Unternehmen denken verständlicherweise aus ihrer eigenen Perspektive:

  • Ein Projekt ist abgeschlossen.
  • Ein Produkt ist entwickelt.
  • Eine Partnerschaft wurde geschlossen.

Intern sind solche Schritte oft bedeutend. Doch Öffentlichkeit funktioniert anders. Sie fragt zuerst:

  • Was ist daran neu?
  • Warum ist es relevant?
  • Was hilft, ein Thema besser zu verstehen?

Ein Pressethema entsteht deshalb häufig erst dann, wenn eine Unternehmensmeldung in einen größeren Zusammenhang gestellt wird.

Drei Fragen, die aus einer Nachricht ein Thema machen
In der Praxis helfen oft drei einfache Fragen.

  1. Was ist daran wirklich neu? Viele Pressemitteilungen beschreiben Entwicklungen, die im Unternehmen selbstverständlich erscheinen. Für Außenstehende sind sie jedoch schwer einzuordnen. Neuigkeit entsteht häufig erst durch Perspektive.
  2. Wen betrifft es? Ein Thema gewinnt an Relevanz, wenn deutlich wird, welche Auswirkungen es hat – auf eine Branche, auf Kunden, auf Entwicklungen im Markt.
  3. Welche Geschichte steckt dahinter?

Journalistische Aufmerksamkeit entsteht selten durch reine Information. Sie entsteht durch Zusammenhänge. Wie fügt sich ein Thema in eine größere Entwicklung ein? Welche Erfahrung, welche Beobachtung oder welche Veränderung macht es sichtbar?

Pressearbeit ist oft ein Prozess des Schärfens
Viele denken bei Pressearbeit zuerst an das Schreiben einer Pressemitteilung. In der Praxis besteht ein großer Teil der Arbeit jedoch darin, Themen zu sortieren und zu schärfen.

  • Manche Themen werden präziser formuliert.
  • Andere werden zurückgestellt.
  • Wieder andere entfalten ihre Wirkung erst in einem anderen Kontext.

Strategische Öffentlichkeitsarbeit bedeutet deshalb nicht, möglichst viele Themen zu kommunizieren. Sondern die richtigen.

Die Pressemitteilung ist selten der Anfang
Wenn ein Thema klar ist, lässt sich eine Pressemitteilung oft vergleichsweise schnell schreiben. Doch der eigentliche Mehrwert der Pressearbeit entsteht vorher. Im Gespräch. Im Hinterfragen. Im Einordnen. Denn Öffentlichkeit folgt der Logik von Relevanz. Wer diese Logik berücksichtigt, kommuniziert nicht lauter – sondern präziser.

Fazit
Gute Pressearbeit beginnt nicht mit einem Text. Sie beginnt mit der Frage, warum ein Thema außerhalb des eigenen Unternehmens interessant sein sollte. Und manchmal braucht es dafür nicht mehr Kommunikation.

Sondern #einfacheinwenigmehr Perspektive.


Diese Seite benötigt ein sog. Session-Cookie, um die von Ihnen gewählte Sprachversion zu speichern. Das Session-Cookie wird beim Schließen Ihres Browser automatisch gelöscht. Sind Sie damit einverstanden, wird Ihre Zustimmung in einem weiteren Cookie gespeichert, das eine Woche auf Ihrem Computer gespeichert bleibt. Wir verwenden Matomo, um zu erfahren, welche Seiten für unsere Besucher von Interesse sind. Matomo anonymisiert Ihre IP-Adresse, übermittelt keine Daten zu anderen Diensten, benutzt keine Cookies und ist lokal auf unserem Server installiert, so dass Sie vollkommen anonym bleiben. Weitere Informationen und Widerspruchsmöglichkeiten finden Sie in unsererDatenschutzerklärung.