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15.10.20

TikTok – nur etwas für junge Leute?

Anfang des Jahres im Redaktionsmeeting: „Lass uns unbedingt auch etwas über TikTok schreiben.“ „Ernsthaft? Schau dir das mal an, die spielen doch bloß, ohne Worte...“ Im März war dies keine Frage mehr, so sehr schossen die Nutzerzahlen durch die Decke. Die Leute waren zu Hause, isoliert, gelangweilt. Und unter #stayathomechallenge tauchten im Frühstücksfernsehen wirklich lustige Videos auf und fanden ihren Weg von dort aus in viele Medien. Im Frühjahr führte die App die Download-Charts an und knackte im April die Zwei-Millionen-Download-Grenze. 100 Millionen nutzen die App allein in Europa, wobei 69 Prozent der aktiven Nutzer zwischen 16 und 24 Jahren alt sind.

Datenschutz ist ein Thema

Inzwischen ist TikTok sicher allen ein Begriff. Die Querelen zwischen US-Präsident Trump und dem chinesischen Technologiekonzern Bytedance waren in den Schlagzeilen. Eine Lösung unter Beteiligung des amerikanischen Unternehmens Oracle zeichnet sich ab. Doch auch in Europa gibt es Bedenken bezüglich des Datenschutzes. Der europäische Serverpool steht zwar in Irland, das heißt aber bekanntlich nichts. Doch komischerweise tut sich hier seitens der deutschen Datenschützer wenig.

TikTok macht süchtig

Die New York Times titelte schon im März 2019 „How TikTok ist rewriting the world“. Und prognostizierte, dass diese App unsere Art, Social Media zu nutzen, revolutionieren würde. Denn TikTok ist egal, wem wir folgen: Es schlägt uns unter dem Button „Für dich“ ständig etwas Neues vor, das uns gefallen könnte. Weil es so ähnlich ist wie oder erinnert an oder weil es einfach neu ist. Es macht süchtig, weil man nicht in einer Blase hängt. Und Tiktok ist sowohl einfach zu konsumieren als auch aktiv zu bedienen.

PR auf TikTok?

Eine Millarde Nutzer können sich nicht irren. Und wer seine Marke verjüngen will, wird wohl kaum um die App herumkommen. So hat Otto erfolgreich und vielgelobt eine #MachdichzumOtto-Challenge lanciert. Ein Experiment, das gibt die verantwortliche  Teamleiterin Sahra Al-Dujaili zu. Doch im Moment noch relativ günstig. In Zeiten, wo durch echte Events in der Stadt aufgrund von Corona nur noch wenige Menschen erreicht werden können, ist eine Kampagne auf TikTok für die ganz junge Zielgruppe eine echte Alternative. Und wenn sie Spaß macht und gut ankommt, schwappt sie automatisch in andere Medien hinüber. So auch eine wirklich erfolgreiche "Branded Hashtag" Kampagne – mit immerhin 2,3 Milliarden Views von MAC Cosmetics (Stand 2019). Ein Feature, das es nur bei TikTok bisher gibt.

TikTok ist auf Erfolgskurs und hat gerade die Monetarisierung für seine kreativen User in die Wege geleitet. Wenn sich die Dinge entwickeln wie bei YouTube und Instagram, sind in zwei bis drei Jahren nicht nur die ganz Jungen hier zu finden. Wir sollten uns auskennen, auch wenn die Inhalte zumindest den älteren Damen in der Agentur aktuell noch Schmerzen bereiten! Daher lasst uns einfach mal spielen! Ob mit oder ohne Worte.

 



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