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30.06.20

Ach, wir haben doch nichts zu erzählen ...

Social Media B2B

... oder: Das wollen wir gar nicht öffentlich machen und schon gar nicht auf Social Media. Das ist doch nur etwas für Mode und anderes Chichi. Diese Argumente hört man nach wie vor häufig, wenn es um Mittelständler und Social Media im B2B-Bereich geht. Und wir denken immer: Was für tolle Maschinen, tolle Typen, tolle Geschichten. Bei einem Stahlwerk, das seinen Unternehmensfilm (immerhin) mit „Also sprach Zarathustra“ unterlegt hatte, tauchten vor unserem inneren Auge Instagram-Bilder mit glühendem Stahl, riesigen Hallen und starken, rußgeschwärzten Männern in Schutzanzügen auf. Und natürlich große Werkstücke, hochglanzpoliert. Warum nicht zeigen, was man hat?

Alles Spielerei und nur schön, aber ohne Wirkung?

Eine Studie des Arbeitskreises Social Media B2B aus dem letzten Jahr, bei der immerhin 408 B2B-Unternehmen in Deutschland befragt wurden, zeigt, dass sich fast 80 Prozent in den sozialen Netzen tummeln. An oberster Stelle stehen dabei LinkedIn und Xing, gefolgt von Facebook, YouTube und Twitter. Doch:

 

„Auch B2B-Entscheider sitzen abends auf der Couch und surfen“

 

Bestehende Geschäftspartner kann man natürlich über LinkedIn erreichen, Rekruten über Xing und Lehrlinge über Facebook. Dafür steuern die zuständigen Abteilungen die entsprechenden Inhalte ein, die leider oft nicht in ein Kommunikationskonzept eingebunden sind. Denn Unternehmen können diese Kanäle noch viel mehr ausreizen. Auf LinkedIn sind noch so viele potenzielle Kunden, die ein Unternehmen auf sich aufmerksam machen kann. Dazu braucht es nicht nur persönliche Nachrichten an Kontakte, sondern den kontinuierlichen Ausbau einer Reputation und Expertise durch Fachbeiträge. Am besten über den CEO oder andere Führungskräfte. Auch potenzielle Bewerber tummeln sich mehr und mehr auf LinkedIn, vor allem bei international arbeitenden Unternehmen.

Schade ist es, wenn man auf Xing nur die Stellenanzeigen und das Unternehmensprofil findet, aber nichts Tiefergehendes. Und Facebook und Instagram: Wie viele Entscheider tummeln sich hier, halten Kontakt zu Familie und Freunden, posten ihre sportlichen Erfolge, ihre Urlaubsbilder oder einfach Feierabendblödsinn? Dabei lesen sie auch schnell mal in ihrem Newsfeed, was es Neues gibt. Oder suchen per Hashtag, ob jemand zu ihrem Stichwort bzw. speziellen Interesse etwas zu sagen hat.

Social CEO – ein neuer Typ Mittelständler

„Sichtbarkeit und Nahbarkeit sind zwei der wichtigsten Attribute eines Unternehmenschefs – und seiner Kommunikation intern wie extern“, sagt Sebastian Lindemann, Head of Communications & Events bei Philipps im pressesprecher über seinen Chef. Für viele Mittelständler gilt das nicht, vielleicht noch intern, aber sicher nicht extern. Da bleibt man lieber unsichtbar, schließlich zählen die Produkte. Oder man ist überzeugt, dass einen die wichtigen Leute in der Branche sowieso kennen und das reicht. Und extern geht die Menschen das Interne des Unternehmens sowieso nichts an. Und dann noch Social Media? Womöglich gibt es einen Shit Storm oder man muss gar in Dialog treten. Wer hat dazu schon Zeit, wenn er oder sie einen wichtigen Posten bekleidet?

Doch Führungskräfte geben einem Unternehmen ein Gesicht. Ihre Strahlkraft zieht interessante Bewerber und gute Geschäftskontakte an. Ihre kompetenten und souveränen Fachbeiträge schaffen Vertrauen, das in einer Krise sehr hilfreich ist. Und wie bei jedem Bereich der Öffentlichkeitsarbeit kann der Chef die Kommunikation auch delegieren – in enger Absprache natürlich.

Story Telling – schon wieder passé?

Zurück auf Anfang, zu den tollen Geschichten, die wir so gerne erzählen würden, wenn wir dürften. Denn „das Gehirn will Geschichten“, auch das Geschäftsgehirn. Jeder kann sich Fakten oder Produkte einfacher merken, wenn sie in eine gute und spannende oder auch lustige Geschichte eingebettet sind. Die gute Nachricht: So kann auch Relevantes so erzählt werden, dass es nicht fade ist. In Worten, als Video oder in Bildern. Hier einige schöne Beispiele:

Eingebunder Inhalt von Instagram.
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Große Maschinen, ebensolche Felder, doch wo ist da die Geschichte? Der Witz liegt hier, mit einem ungewöhnlichen Thema „Landmaschinen“ auf Instagram präsent zu sein, mit immer wieder neuen Motiven. Die Fangemeinde ist mit 345.000 Mitgliedern weltweit recht ansehnlich!

Eingebunder Inhalt von YouTube.
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Das schönste Beispiel für eine echte Geschichte mit einem echten B2B-Produkt, einem Industrieschmierstoff, das wir gefunden haben. Mit einem echten Helden. Und einer Menge Emotionen.

Und seht hier her!

Es geht gut mit den großen Maschinen und den nicht so kleinen Tücken des Lebens. GE gilt vielen als Vorbild im Storytelling rund um das Unternehmen, seine Mitarbeiter und seine Produkte. „Complex problems don’t always need complex solutions“. Und schon gar keinen komplexen Text. Eine gute Geschichte reicht.


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