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09.02.26

Einfache Sprache ist Rechtsthema

Verständliche Informationen sind keine Frage des guten Willens mehr, sondern verbindliche Anforderung: Diese zentrale Erkenntnis nahmen die Teilnehmenden aus dem Expertenabend des Netzwerks Kultur- und Kreativwirtschaft Allgäu e.V. (NeKKA) mit, der am vergangenen Donnerstagabend in der Kattunfabrik Memmingen stattfand. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen die Auswirkungen des Barrierefreiheitsstärkungsgesetzes (BFSG) – insbesondere die wachsende Bedeutung von verständlicher und zugänglicher Kommunikation im Online-Raum. Zahlreiche Gäste aus der Kultur- und Kreativwirtschaft, aus Agenturen, Unternehmen und Kulturbetrieben informierten sich praxisnah darüber, welche neuen Pflichten, aber auch Chancen das Gesetz mit sich bringt. Deutlich wurde dabei: Barrierefreiheit beginnt nicht bei Technik allein, sondern vor allem bei Sprache. Bürger sollen Informationen künftig leichter verstehen können – und können verständliche Kommunikation zunehmend aktiv einfordern.

Erfolgsfaktoren: Rechtsgrundlagen, Technikvoraussetzungen, Sprachkenntnisse
Aus rechtlicher Perspektive ordnete Dr. Carmen Fritz ein, dass das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz verbindliche Standards setzt, die schrittweise greifen und überprüfbar werden. Die Anwältin verdeutlichte, dass verständliche Kommunikation Teil von Teilhabe ist und dass der, der Barrieren abbaut, nicht nur rechtskonform handelt, sondern auch Vertrauen und Reichweite stärkt. Der UX-Experte Thomas Rist zeigte auf, wie auf Webseiten Barrierefreiheit und Nutzerfreundlichkeit zusammenspielen. Dazu gehören die Bedienbarkeit mit der Tastatur, der Farbkontrast und die Schriftgröße genauso wie eine reduzierte Animation und eine einfache Sprache. In Sachen Einfache Sprache ist Stefan Gottschling ein erfahrener Experte. Er verdeutlichte, dass dies bedeutet, Informationen so zu formulieren, dass sie bei den Menschen ankommen – unabhängig von Bildungsgrad, Vorkenntnissen oder Einschränkungen. Gerade für Unternehmen, öffentliche Stellen und Kulturbetriebe wird Verständlichkeit zu einem Qualitätsmerkmal, das rechtlich wie gesellschaftlich an Bedeutung gewinnt. 

Barrierefreiheit lädt Bürger zur Teilhabe ein
Der Expertenabend machte deutlich, dass Bürger davon profitieren, dass digitale Angebote zugänglicher, transparenter und verständlicher werden. Gleichzeitig eröffnen sich für Kreativschaffende neue Aufgabenfelder: Texter, Designer und UX-Experten werden zunehmend zu Schlüsselpersonen, wenn es darum geht, gesetzliche Anforderungen sinnvoll und kreativ umzusetzen. So unterstrich NeKKA mit der Veranstaltung einmal mehr seine Rolle als Plattform für Wissenstransfer, Vernetzung und Zukunftsthemen der Kultur- und Kreativwirtschaft im Allgäu. Weitere Veranstaltungen zu aktuellen Herausforderungen der Branche sind bereits in Planung. www.kulturwirtschaft-allgaeu.de


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